Apnoe Training
Sicherheit - TAUCHE N I E ALLEINE
Blackout
Druckveränderungen, die während des Abtauchens und Auftauchens auftreten, führen zu einem Phänomen, dass wir Vakuum-Effekt nennen. Das Verhältnis zwischen O2 und CO2 wird im Körper ständig zwischen Lunge und Körpergeweben reguliert. Der Körper holt sich aus der Lunge je nach Belastung die erforderliche Menge an O2. Während des Abtauchens erhöht sich die Sauerstoffkonzentration (O2-Partialdruck) durch die stete Zunahme des hydrostatischen Drucks. Somit ist für sämtliche Gewebe und das Hirn während des Abstiegs mehr Sauerstoff vorhanden. Dies funktioniert solange der Taucher tiefer geht und O2 in den Lungen ist. Das Problem ergibt sich erst beim Aufstieg. Die Lungen des aufsteigenden Freitauchers dehnen sich wieder aus und nehmen durch den abnehmenden hydrostatischen Druck an Volumen zu; dies führt zu einem dramatischen Abfall der O2-Konzentration (O2-Partialdruck) in der Lunge. Das Regelsystem, das im Normalfall dafür verantwortlich ist, dass O2 in den Körper gelangt, funktioniert nicht mehr und es wird im Gegenteil O2 vom Körper in die Lungen transportiert. Dieses Phänomen tritt am häufigsten im Bereich von 10 Metern auf, da hier die relative Druckabnahme und die relative Volumszunahme der Lungen am größten ist. In diesem Tiefenbereich geschehen aufgrund dieses Effektes die meisten Blackouts. Das Blackout erfolgt blitzschnell und ohne Vorwarnung und ist das Resultat eines zu niedrigen O2-Levels welches das Gehirn zum "Abschalten" veranlasst.
An diesem Beispiel ersieht man, dass bestimmte Mechanismen des Gasaustausches während des Freitauchens verändert und sogar umgekehrt werden können. Deshalb ist es sehr wichtig, durch ständiges Trainieren unserer Fähigkeiten genügend Wissen und Erfahrung zu sammeln, um sicher und ohne Blackout zu tauchen.
Hyperventilation
Durch Hyperventilation lässt sich die Apnoezeit verlängern! Allerdings steigt das Risiko eines Unfalls . Was passiert beim Hyperventilieren?
Durch Hyperventilation nimmt man nicht mehr Sauerstoff auf !
Bei normaler Atmung ist das Hämogoblin schon mit 97% Sauerstoff gesättigt. Somit lässt sich der Sauerstoffgehalt kaum noch steigern. Also kann die Apnoezeit nicht vom Sauerstoff direkt abhängen, aber wieso können wir trotzdem länger ohne Atmung auskommen?
Betrachten wir noch mal kurz, wie die Atmung funktioniert:
Das Atemzentrum misst den pCO2 Gehalt im Blut. Erreicht dieser Wert eine bestimmte Grenze, wird der Atemreiz ausgelöst.
Durch Hyperventilieren wird der pCO2 Gehalt gesenkt und der Atemreiz kommt später.
Opfer eines Blackouts kommen an der Wasseroberfläche üblicherweise bereits nach wenigen Sekunden wieder zu sich. Unter Wasser sind bewusstlose Freitaucher jedoch akut durch Ertrinken gefährdet. Bewusstlos absinkende Taucher haben zwar die bewusste Kontrolle über ihren Körper verloren, verfügen aber noch über Schutzreflexe.
Einer dieser Schutzreflexe ist der Laryngospasmus. Dieser Laryngospasmus verschließt die Stimmbänder, was wiederum verhindert, dass Wasser in die unteren Atemwege gelangen kann. Ein Laryngospasmus löst sich nach einiger Zeit wieder, was bei einem Freitaucher, der sich noch im Wasser befindet zu großen Problemen führen kann. An der Wasseroberfläche löst sich dieser Krampf wenn man den Kopf des Opfers aus dem Wasser hält und das bewusste Atmen des Apnoisten setzt wieder ein.
Sicherung durch den Partner
Zeittauchen:
Der Partner sollte sich im Wasser befinden. Man macht sich vorher aus, wann man die Zeichen erhalten möchte. Im Wettkampf sieht dies folgender Massen aus: Die angegebene Zeit ist zB. 4 Minuten. 1 Minute vorher, also bei 3 Minuten kommt das erste Klopfzeichen, der Taucher muss ein deutliches Signal geben, falls das nicht passiert, fragt der Sicherungstaucher ein zweites Mal nach, falls kein Zeichen kommt, muss der Sicherungstaucher den Taucher aus dem Wasser holen. Kommt ein Zeichen, ist alles in Ordnung und es kommt zu einem weiteren Zeichen bei 3 Minuten 30 Sekunden. Dann bei 4 Minuten und danach alle 15 Sekunden, um das Risiko so gering wie möglich zu halten. Von dieser Regel kann man selbstverständlich abweichen, wenn man sich die Regeln vorher ausmacht .
Streckentauchen:
Beim Streckentauchen sollte man wieder seinen Partner fragen, welche Strecke er anstrebt. Die letzten 25% der Strecke sollte der Sicherungstaucher an der Oberfläche mitschwimmen, um rasch eingreifen zu können. Ein Black Out passiert eher am Ende eines Tauchganges.
Tieftauchen:
Man sagt seinen Sicherungstaucher wie Tief man tauchen möchte und wie lange das ungefähr dauern wird. Je nach dem wie Tief der Taucher geht, wartet der Sicherungstaucher auf der Oberfläche und taucht gegen Ende des Tauchgangs auf ungefähr 15 Meter und wartet bis der Taucher aus der Tiefe kommt und beide tauchen Gesicht zu Gesicht auf. Die meisten Black Outs passieren an der Oberfläche oder kurz unter der Oberfläche. Man sollte seinen Partner auch nach dem Auftauchen noch etwas beobachten.
Christian Redl










